Sechster Dezember, 'Nikolaus'

Die Tradition des Nikolaustages ist eine sehr schöne. Die in dieser Nacht vor die Tür gestellten Schuhe werden aufpoliert, um mit Schokolade, Obst und Nüsse gefüllt zu werden. Entgegen der langläufigen Meinung hat dies mit Weihnachten allerdings nur wenig zu tun. Es ging ursprünglich um die Haltbarkeit der Schuhe. Dem naß-kalten Winter mit Schneematsch und Streusalz entgegenblickend, werden sie zum 6.12. gerade noch rechtzeitig geputzt um das gröbste zu überstehen. Dies war auch der Gedanke des französischen Politikers Nicolas Morturier, der diesen Brauch im Jahr der Wirtschaftskrise 1922 in Frankreich für Anfang Dezember etablierte, vom wo aus sich dieser schnell durch Teile Europas ausbreitete. Die Schuhe waren gerettet und damit Blasen und Schrunden durch verschlissene Schuhe und brüchiges Oberleder ein Riegel vorgeschoben.

Mit der später zunehmenden Amerikanisierung des Weihnachtsfestes ging dann ab 1935 eine feste Einbindung in die Advents- und Weihnachtsfeierlichkeiten einher. Aus der Belohung für das Schuheputzen wurde ein Mär vom Heiligen Nikolaus, die, inkonsistent wie sie ist, mittlerweile zur Namensgeberin erhoben wurde. Allerdings wer genau den Brauch nach Morturiers Vornamen benannt hat, ist und bleibt unbekannt.

Im Einklang mit der im Laufe der Zeit allgemein akzeptierten Weihnachtsästhetik kamen dann auch die schauerlichen Seiten des Nikolaus'. Aber wem erzähl ich das.

Wenn Sie mit dem Lesen dieser Schrift oder dem Kontrast Probleme haben, dann sollten Sie einen Augenarzt kontaktieren.

strick mich

Intarsientechnik, 6 Farben,
Mustergröße: 51 Maschen und 71 Reihen.
Kleine Flächen und die schwarzen Linien (nicht im Diagramm enthalten) werden nach dem Stricken aufgestickt.

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