fühler - 3Augen 
3 Augen/ 4 Gesichter

Es ist ein triviales Faktum, daß Portraitfotos keine objektiven Abbilder einer Person sein können. Ob es der Fotografierte selber, eine ihm bekannte oder unbekannte Person ist, die den Augenblick der Aufnahme wählt - nie ist das Gesicht des Aufgenommenen unbeeinflußt. Sein Ausdruck spiegelt die Situation und die Beziehung zu dem, der die Kamera hält. Auch der Fotografierende beeinflußt durch seine Wahl des Ausschnitts und besonders durch seine Wahl des Aufnahmemoments das Bild.

Fotos von Menschen entstehen durch eine Wechselwirkung. Daran ist nichts Erstaunliches. Aber hat nicht jeder schon einmal ein Foto eines guten Freundes betrachtet und festgestellt, daß man denjenigen noch nie so gesehen hat, wie er auf diesem Foto, das jemand anders gemacht hat, abgebildet ist?

Die Einwirkungen und Wechselwirkungen zwischen Fotograf, Fotografiertem und Foto sind nicht unbedingt störende Beeinflussungen. Sie sind vor allem nicht zufällig. Die Magie eines Bildes rührt auch davon her, daß es etwas Unaussprechliches dokumentiert. Die Art, in der ich zu dem einen Fotografen in Beziehung stehe und die, in der ich zu dem anderen in Beziehung stehe, ist nicht in Worten auszudrücken, aber ihre visuelle Spur ist physisch aufzeichenbar.

 
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