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der innere monolog - seite 4

 
darin saß, vielleicht ja auch gar keiner.
Ich träume oft im Halbschlaf davon, wie
eben. Von dem Auto.
Traum, Träume...vielleicht sollte ich aufstehen,
hinausgehen, vielleicht sind da Menschen...
Oder eine Anaconda. Oder eine Boa.?

Wer garantiert mir dieses Leben? Tod durch
ein rotes Spielzeugauto. Oder einen fallenden
Blumentopf? Ziemlich düstere Gedanken für
einen Morgen. Aber was bleibt, wenn es,
das Leben das meine, jetzt enden würde?
Von mir für mich? Von mir ein paar Photos
und Erinnerungen, ein paar Texte, gemeinsame
Momente mit Menschen. Diese Momente stürben
dann mit diesen. Für mich ist dann eine
religöse Frage.

Fragt sich jeder solche Fragen - ich nehme
es an. Seit tausenden von Jahren oder vielleicht
viel weniger. Man starb früher einfach
so. Dann wars vorbei. Aber heute? Ich strebe
der Unendlichkeit entgegen, der Unsterblichkeit.
Von der ich weiß, daß es sie nicht gibt.
Es bleibt das Wort.

Zu düster, zu theosophisch. Lieber das
rote Auto als rotes Auto, aus Blech, mit
Türen zum Aufmachen, echten Gummireifen,
die sich auf Achsen drehen. Das Spielzeugauto.
 
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