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der innere monolog - seite 3

 
Erst das Nichts. Seltsam, ich glaube es
war erst das Nichts, dann das Schwarz,
warum erinner ich mich an das Nichts?

Jetzt kann ich aber sehen. Fortschritt?
Ich bin unsicher, aber ich kann mich ohnehin
nicht dageben wehren. Es ist mein Traum,
aber das kann ich nicht ändern. Also Laternen.

Ich werde nicht aufstehen. Draußen riecht
es nach verrottenden Lindenblättern. Die
Schwalben sind schon weg.
Der Sommer war sehr groß. Immer diese Träume.
Dinge zerfallen...meine Gedanken zerfallen.
Das kann man nicht sagen - Gedanken sind
immer da, Zerfall kann nicht aufgezeichnet
werden, Aufzeichnung konserviert.
Vergeßlichkeit. Vergeblichkeit.
Vergebung. Geklingel von Wörtern. Wörter,
Worte, eine Ode ohnepunktundkomma an...ach
weiß ich auch nicht. Aber irgendwie erhebend
...wie die Farben von Müll und Verrottendem.


Da war dieses Auto, es war rot. Wie dieses
Matchboxauto, das ich mal hatte. Es hat
mich beinahe überfahren. Noch ein Grund,
nicht aufzustehen. Und überhaupt. Vielleicht
bin ich ja schon längst tot.
Dieses Auto, ich konnte nicht sehen, wer
 
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