der innere monolog - seite 1

 
Wird heller hinter meinen Augenlidern...
ich muß wohl erwacht sein... geträumt:
Ein grauer Tag, an dem sich alle Gegenstände
um mich herum mit dem weichen Grau des
Himmels vollsaugen... ich gehe zwischen
hochaufragenden Gebäuden. Mit Freunden
auf ausgedehntem Platz in einem Wald aus
hohen Laternenmasten... Blick nach unten:
Die rauhen Betonplatten des Bodens haben
rostige Fugen. Blick nach oben: gelbliche
Köpfe von Laternenmasten. - Ich werde die
Augen nicht öffnen. Bestimt noch zu früh...
riecht nach kaltem Rauch, nach Regen...
draußen. Von mir - würde ich (ihr) sagen
- gibt es jetzt nur die Inneseite.

Langer tiefer Schlaf bisher, fast komatös
am Anfang. Tiefes nichtiges Schwarz. Oder
noch nicht einmal schwarz. Nichts. Erst
seit eben kann ich sehen, weiß ich um mich.
Wie lange ich schlief, mir unbekannt. Was
war davor? Woher kommen diese Gedanken?
Woher diese Fragen? Bisher bin ich nur
erwacht aus dem Nichts, von * zu Traum.
Die Gedanken beginnen gut, Zeit beginnt,
willkommen.
Eins, zwei, drei, viele, mir ist denken
vergönnt, ich kann jetzt sehen im Traum,
realer Traum. Ich weiß um mich und diesen
Traum seit wann? Grau statt schwarz, der
 
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